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Dresden-Fans zündeten bei der Partie gegen Wehen Wiesbaden Pyro © Imago
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Der Eingriff des VAR sorgt im Kellerduell zwischen Dresden und Wehen für Wirbel. Später wird Wehens Keeper durch einen Böller verletzt. St. Pauli in der Krise.

Dynamo Dresden hat mit einem erlösenden Sieg das Tabellenende der 2. Bundesliga verlassen.

Die Dresdener bezwangen den SV Wehen Wiesbaden nach zuvor sieben Spielen ohne Erfolg mühsam mit 1:0 (1:0) und verdrängten den Aufsteiger damit auf den letzten Platz.(SERVICE: Tabelle der 2.Bundesliga)

Das Kellerduell zwischen Dynamo Dresden und Wehen Wiesbaden entwickelte sich allerdings zu einem Skandalspiel. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Zunächst sorgte der nachträglich zurückgenommene Führungstreffer der Gäste für Aufregung.

Dabei hatte Wiesbadens Torjäger Manuel Schäffler in der 26. Minute einen blitzsauberen Konter zum 1:0 für den Aufsteiger abgeschlossen. Doch dann meldete sich Videoschiedsrichter Florian Heft beim Unparteiischen Martin Petersen.

Ball vorher im Toraus! Treffer zählt nicht

Auf den eingespielten TV-Bildern war zu erkennen, dass beim Dresdner Angriff, der dem Konter der Wehener unmittelbar vorausging, der Ball augenscheinlich die Torauslinie überschritten hatte, bevor ein Dresdner Spieler die Flanke in den Strafraum schlug.

Der Schiedsrichterassistent hatte den Ball nicht im Aus gesehen, das Spiel lief somit weiter. Und nachdem die Flanke in der Wehener Innenverteidigung hängen blieb, leiteten die Gäste den Konter zum vermeintlichen Führungstor ein.

Schiedsrichter Petersen schaute sich die Szene in der Review-Area nochmals an, nahm den Treffer schließlich zurück und erklärte beiden Trainern seine Entscheidung.

Vor allem Wehens Coach Rüdiger Rehm reagierte fassungslos. Nachdem zu allem Überfluss Alexander Jeremejeff (41.) zur Dresdner Pausenführung traf, stürmte Rehm schimpfend in die Kabine.

Rehm: "Es ist bitter für den Fußball"

Nach Spielschluss folgte bei Sky dann ein Rundumschlag des Coaches.

"Ich glaube, dass es einfach auch bitter für den Fußball ist. Ich kann es nicht nachvollziehen", sagte Rehm aufgelöst.

Die Szene habe aus seiner Sicht "überhaupt nichts mehr mit dem Tor zu tun gehabt".

Der 40-Jährige ging sogar noch einen Schritt weiter:"Man muss dem Schiedsrichter auch mal ein bisschen das Gespür und die Entscheidungsgewalt lassen, sonst braucht man gar keine Schiedsrichter mehr zum Spiel mitzunehmen, und wir entscheiden alles nur noch aus Köln."

Das Spiel sei dadurch "kaputt gegangen". Es war nicht das erste Mal, dass die Wiesbadener durch den VAR benachteiligt wurden.  

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Heft auch Videoschiri bei kuriosem Elfer in Kiel

Erst vor wenigen Wochen sorgte Heft als Videoschiedsrichter für Aufsehen, als er nach einem Eingriff des Kieler Ersatzspielers Michael Eberwein ins Spielgeschehen auf Elfmeter für den VfL Bochum entschied. Eberwein hatte den Ball gestoppt, bevor er die Torauslinie mit vollem Umfang überschritten hatte.

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Böller explodiert neben Wehen-Keeper

Unmittelbar nach dem Tor der Gastgeber musste die Partie kurz unterbrochen werden, da Wehens Keeper Lukas Watkowiak am Ohr behandelt werden musste, nachdem nach Angaben der Wehener offenbar ein Böller direkt neben ihm explodiert war.

Watkowiak konnte die Partie fortsetzen. Da aktuell alle anderen Torhüter der Hessen verletzt sind, saß bei der Partie Torwarttrainer Marjan Petkovic auf der Bank. Für eine Wehener Wende reichte es nicht mehr.

"Hut ab, dass Petkovic weiter gemacht hat", lobte ihn sein Trainer nach dem Spiel. "Ich mag die Dynamo-Fans sehr, die Stimmung hier ist gigantisch" fuhr Rehm weiter fort. Trotzdem dürfe so etwas nicht passieren.

Er kam wieder auf die Referees zu sprechen und ergänzte: "Wir sind faire Sportsleute, auch wenn der vierte Offizielle uns entgegengeworfen hat, dass wir das nicht wären."

Bochum und St. Pauli treten auf der Stelle

16. bleibt der VfL Bochum nach einem 1:1 (1:1) beim seit sechs Pflichtspielen sieglosen FC St. Pauli . (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

St. Pauli und Bochum spielten am Millerntor von Beginn an auf Sieg. Vor dem 0:1 durch Simon Zoller (5.) hatte Waldemar Sobota (4.) bereits den Pfosten getroffen, in der 10. Minute versenkte er seinen zweiten Versuch.

Später ließ die Qualität des Spiels deutlich nach. St. Pauli hatte die besseren Gelegenheiten, wurde aber nicht zwingend.

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